BLOG

Es ist kurz vor 12!

Nun ja, eher kurz nach 12. 

Eigentlich wäre es jetzt erst 11Uhr, aber dank Zeitumstellung ist schon wieder der halbe Tag rum. Und ich? Ich habe ihn verschlafen! Mal wieder. 

Seitdem Sonntagnacht die Uhren vorgestellt wurden bin ich völlig aus dem Takt. Bin ich sonst spätestens um 10uhr wach gewesen (habe im Moment frei), komme ich seither nie vor 12 aus dem Bett. Ich schlafe schrecklich, wache dauernd auf und komme generell erst spät zu Bett.

Und das, meine Lieben, muss sich wieder ändern! Aber wie?! Gibt es da irgendwelche Tipps und Tricks? Schließlich hatte ich noch nie merkliche Probleme mit dieser Zeitumstellerei. 

Dennoch, wie wäre es, die Zeit jetzt einfach auf Sommerzeit stehen zu lassen? Ich wär dafür.

Bis dahin gibts für mich bis auf weiteres Kaffee intravenös.
Liebe Grüße 🙂

Das Bild ist übrigens von mir mit dem Handy aufgenommen worden, als ich gerade die Kaffeemaschine anstellen wollte. Dafür garnicht mal schlecht. 🙂
Advertisements

Menschen kommen, Menschen gehen; Freunde bleiben.

Tausend Kommentare, tausend Likes

Dieser ganze Scheiß, von dem gar nichts bleibt
Denn am Ende des Tages sind die echten Freunde
Unter hunderttausend nur zwei, drei Leute
Tausend Partys, Oberflächlichkeit
Alles rast vorbei, kaum einer bleibt
Denn am Ende des Tages sind die echten Freunde
Unter hunderttausend nur zwei, drei Leute.
( SDP-Echte Freunde ; die bunte Seite der Macht)

Ein Lied.

Eine Message.

Ein Lächeln.

Ein Nicken.

Ein Gedanke: Ich bin nicht allein.

Huch.

Huch war wohl der erste Gedanke, den ich fasste, als ich auf Pinterest das Stichwort“Depressionen“ suchte. Ich suchte nach etwas bestimmten, doch was ich dann sah, verschlug mir die Sprache. 

Der erste Beitrag der mir vorgeschlagen wurde, war… meiner. Mein Beitrag „Ist was?“. Mein Beitrag auf der Pinnwand eines anderen. Tausende Male geteilt. Ich ärgerte mich inständig, den Pin damals gelöscht zu haben. 

Doch ich dachte nach. Warum sollte ich mich ärgern? Interessierte es doch sowieso niemandem, von wem der Post stammt. Was wirklich wichtig ist, ist doch die Tatsache, dass so viele Menschen gleich fühlen. Dass sich so viele Menschen mit dem Post identifizieren können! Dass ich so vielen Menschen aus der Seele zu sprechen scheine und mit meinen Gedanken erreicht habe. 

Und das zauberte mit ein kleines Lächeln aufs Gesicht. Denn ich weiß, von wem der Beitrag stammt. Wer die Worte schrieb, die so viele denken. 

Und auch, wenn es wohl nie irgendjemanden interessieren wird von wem diese Gedanken ursprünglich stammten, so bin ich doch froh, sie geteilt zu haben. 

Je älter, desto enger.

Wir kennen und schon lange.

Vom sehen.

Wir kennen und schon so lange und doch nicht. 

Doch je älter wir werden, desto enger erscheint mir unsere Freundschaft. 

Je älter wir werden, desto kleiner scheint der Altersunterschied.

Je älter ich werde, desto öfter suche ich deine Nähe.

Ich mag dich, liege auf dem Sofa und frage mich, ob etwas mehr als ursprünglich geplant. 

Denken.

Ich denke oft. Ich denke viel. Ich denke oft zu viel nach.

Ich denke über alles nach. Über Dinge, Personen, Gedanken, Gefühle. 

Ich überdenke alles. Mache mir zu viele Gedanken. Gedanken über Vieles, was nicht Nachdenkenswert ist. 

Doch dieses eine Mal habe ich nicht gedacht. Dieses eine Mal stand ich da und hörte auf meinen Bauch.  Dieses eine Mal war wie im Film, wie in Zeitlupe; wie im Traum. 

Ich sehe mich immernoch an der Haustür stehen. Kopf aus – Gefühl an.

Ein Moment ohne Gedanken, der mir mehr gegeben hat, als ich jemals zu denken gewagt hätte.

Und jeder Gedanke an diesen Moment lässt mich aufhören zu denken. Lässt mich lächeln. Lässt mich abschalten.

Ein Moment ohne Gedanken. So simpel und doch so bedeutsam. So simpel und doch so schwer. 

Kopf aus – Gefühl an.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Wer wagt, aber auch nicht immer. 

In meinem 5Jahres Tagebuch, dass ich mir letztens aus einer Laune heraus zulegte, stand heute die Frage, was ich heute gewonnen habe. Nach reiflicher Überlegung, stellte ich fest, dass ich verschiedenste Erkenntnisse erlangt hatte. Unter anderem die Obige. 
Vor ein paar Tagen hatte ich eine Freundin gefragt, wie es mit Sylvester aus schaut. „Keine Ahnung.“ war ihre nicht überraschende Antwort. Und dabei blieb es. Ich entschied mich dann gestern dazu doch mal zu fragen, ob man eventuell etwas gemeinsam unternehmen möchte. Schließlich wird hier in der Umgebung ja einiges geboten. „Können wir. :)“ war ihre Antwort. Und dabei blieb es. 

Heute hatte ich die Nase voll. Ich fragte etwas konkreter, worauf sie denn vielleicht Lust hätte und erhielt die äußerst qualifizierte Antwort “ Feuerwerk und Essen, sowas halt“. Ich brauchte einen Moment, um mich zu sammeln. Feuerwerk an Sylvester, wie originell.

Frei nach dem Motto, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, konkretisierte ich meine Fragen weiter, nur um immer unkonkretere Antworten zu bekommen. Nach dem n-ten „Mir egal :D“ beendete ich die, doch sehr einseitige, Unterhaltung.  

Aber eins steht fest, an Sylvester gibt es Feuerwerk. Ob mit, oder ohne Freundin. 

Hmhm.

„Schau mal, mein Wandkalender ist angekommen!“ „Hmhm.“

„Heute auf der Arbeit…“ „Hmhm.“

„Morgen ist Weihnachtsmarkt im Freilichtmuseum, das ist bestimmt schön!“ „Hmhm.“

„Hmhm. Hmhm. Hmhm.“

‚Hmhm.‘ ist ein grausamer Laut. Egal, in welchem Tonfall er von sich gegeben wird. 

‚Hmhm.‘ ist ein kurzer, aber pregnanter Laut. Ein Laut, der mich entmutigen kann. Ein Laut, der mich zum Schweigen, oder gar zum Rückzug bewegt. 

‚Hmhm.‘ ist für mich ein Ausdruck puren Desinteresses.

Und so liege ich jetzt hier. Entmutigt und still. 

Ich vermisse die Zeit, in der ich mich mit einer Freundin auf einen Kaffee treffen und reden konnte.

Ich vermisse eine Freundin, die spontan mit mir auf den Weihnachtsmarkt geht, oder Abends in die Stadt fährt. 

Ich vermisse es, etwas mit meinen Eltern zu unternehmen.

Ich vermisse es, Zeit mit jemandem zu verbringen, der sich für mich und mein Leben interessiert.

Hmhm.“

Frei-tag.

Seit Monaten habe ich das erste Mal wieder ein Wochenende. Ein ganzes, volles Wochenende. Von Freitag bis Sonntag. 

Schon die ganze Woche hatte ich gute Laune. Nicht (nur) aufgrund der eben genannten Tatsache, sondern einfach, weil ich glücklich bin. Wieso, weshalb, warum hinterfrage ich nicht. Es macht mich glücklich, glücklich zu sein. 

Und jetzt liege ich hier auf meinem Bett, in einen kuscheligen Bademantel gehüllt und genieße es. 

  • Das Glück.
  • Das Wochenende.
  • Die Sonne.
  • Die Wärme.
  • Die Ruhe.
  • Das Unbeschwerte.

Ich liege hier und genieße die Zeit für mich und mit mir allein. 

Die Ruhe, vor allem in dieser Jahreszeit, ist Balsam für meine Seele und ich habe schon jetzt so viel geschafft, wie in den letzten 2 Monaten nicht. 

Es ist Freitag, 15.00Uhr.

Immer wieder Montag | 28.11.2016

Es ist Montag. Ich habe viel zu wenig geschlafen und mein Kopf ist genauso unmotiviert, wie mein Körper, das Bett zu verlassen. 

Irgendwann stehe ich doch auf. Bringt ja nichts im Bett zu bleiben. Es ist 6.30Uhr. Ich stehe vor dem Spiegel. Mein Spiegelbild offenbart eine perfekte Montagsfrisur und ein paar müde Augen. Ich ziehe mich an, beschränke mich auf Mascara und ein wenig Eyeliner und beeile mich in die Küche. Nur um zu entscheiden einen etwas späteren Bus zu nehmen. 

Die Entscheidung war gut. Ich habe seit wohl 3 Monaten das erste Mal wieder Zeit zu frühstücken. Naja, zumindest halb. Den Kaffee kann ich nicht trinken und eine der zwei Scheiben Toast dient mir als Wegzehrung. 

Der erste Schritt ins Morgengrauen versetzt mich in kurze Schockstarre; und zaubert mir dann ein Lächeln aufs Gesicht. Der Boden glitzert durch viele kleine Eiskristalle. Der Blick nach oben offenbart einen von Sternen glitzernden Morgenhimmel. Es ist Winter. Frostig kalt. Eisig. Winter.

Der Glitzer sollte mich durch den Tag begleiten. Auf dem Weg zur Arbeit und direkt vor meinem Arbeitsplatz. Die trostlosen Gewächse der letzten Tage erstrahlen in neuem Glanz. Der Boden ist von einem Hauch weiß überzogen. Die nahe Baustelle in leichten Nabel gehüllt. Ruhig und irgendwie schön.

Als ich gut zwei Stunden nach Arbeitsbeginn zum n-ten mal meinen Blick auf die Glastüren richte, durchströmt mich ein Gefühl des Glücks. Die Sonne strahlt so schön und warm und die Tristesse des Alltags verwandelt sich in eine wundervolle Winterlandschaft. So rein und klar. 

In der Mittagspause mche ich mich auf den Weg zum Supermarkt. Ich kann es mir nicht verkneifen, ein Foto zu machen und plötzlich stehe ich in einer Glitzerwolke. Winzig kleine Schneeflocken umhüllen mich. Angestrahlt von der wärmenden Sonne sehen sie aus, wie Glitzerpuder. Ich bin glücklich. Und auch die lange Wartezeit an der Kasse kann meine Laune nicht trüben.

Den Höhepunkt erreicht letztere, als ich alleine im Lager stehe und die Sonne so warm und stark durch eine Scheibe direkt auf mich fällt, dass ich den ganzen Tag hätte dort verbringen können. Am liebsten mit warmem Tee in einen Sessel gekuschelt. 

Mit sinkender Sonne sank zwar auch meine Laune, doch den ganzen Tag blieb mir ein Teil dieser erhalten. Ein wärmenden Gefühl, genau in meinem Herzen. Und es strahlt immernoch und zaubert mir ein Lächeln aufs Gesicht.

©Franzi