Pflichtprogramm.

Wir saßen uns gegenüber, standen nebeneinander, schauten uns an. 

Wir kennen uns seit Jahren,trafen uns oft, sahen uns lang. 

Jetzt sitzen wir uns wieder gegenüber. Frühstücken gehen war meine Idee. Ich hatte an viel Spaß, interessante Neuigkeiten und anregende Gespräche gedacht, doch stattdessen reden wir über die Uni, die Arbeit und andere Dinge, die wir in der Vergangenheit schon x mal erwähnt hatten.

Wir zahlen und verlassen das Lokal. Von einem Geschäft zum anderen schlendern wir durch die Stadt. Lange am gleichen Ort bleiben wir nie – leider. In weniger als  2Stunden muss ich arbeiten, denk ich gerade, als meine Freundin zum ersten Mal den Bus erwähnt; um den Fahrplan zu erfragen. 

’schau mal, das ist süß.‘ ‚oh ja.‘ antwortet sie und geht zur Tür. Ich bin nicht überrascht, aber dennoch enttäuscht. ‚Keine Ahnung‘ war auch heute wieder ihre Lieblingsantwort und so lotse ich uns weiter durch die Stadt. Begeisterung ihrerseits, als ich bei Naketano halt mache. Selbiges Bild bei Tschibo. Auf die Ideen wäre sie garnicht gekommen, sagt sie.  Ich fühle mich eher wie bei einem Pflichtprogramm, als einem gemütlichen Stadtbummel mit einer Freundin.

Nach einem schnellen Kaffee verabschieden wir uns; ich fühle mich fast schon befreit.

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