Schönheitsideale.

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Egal wo man hinschaut, überall ist Werbung von Fitnessprogrammen, die einen motivieren wollen abzunehmen und ein neues Selbst zu werden. Durchtrainierte Körper, die einen Träumen lassen sollen – und einem ein schlechtes Gefühl geben.

Bin ich wirklich zu dick? Mache ich zu wenig Sport? Bin ich hässlich? Es scheint einem, als ob jeder sportlicher, hübscher und fitter wäre als man selbst. Und bei jedem Bissen Schokolade bekommt man Gewissensbisse.

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Ich kenne große Menschen, kleine Menschen, dicke & dünne Menschen, trainierte & untrainierte, glückliche & unglückliche Menschen.

Schönheit an sich bezieht sich meiner Meinung nach nicht nur auf den Körper, sondern vielmehr auch auf die Person die in diesem steckt. Doch diesen Beitrag möchte ich in erster Linie der „Problemzone“ Körper widmen.

Das Schönheitsideal ist überall anders. Und es hat sich  mit den Jahren deutlich verändert. Denkt man nur einmal an Marilyn Monroe, die damals das Sexsymbol schlechthin war. Kurven, Dehnungsstreifen, Cellulite. Sie war in meinen Augen perfekt unperfekt. Sie war eine Frau. Eine Frau, die zu ihrem Körper stand, mit all seinen „Makeln“.

Was ist davon geblieben? Die Frau von heute sollte Kurven haben – aber bitte gut proportioniert! Die Brüste nicht zu klein, aber auch nicht zu groß. Der Körper trainiert, aber auch nicht zu viel. Eine natürliches Aussehen, aber ohne Dehnungsstreifen oder gar Cellulite. Keine Fältchen, keine Pickel – dafür ein schöner Teint. Und die Kleidung bitte weiblich. Nicht zu freizügig, aber auch nicht zu angezogen. Ein bisschen Schüchternheit schadet auch nicht, aber doch bitte nicht zu zimperlich. Und natürlich immer schön freundlich sein und lächeln, man möchte ja keinen Zickenkrieg.

Aber leben darf ich schon noch oder?! Hallo? Selbstverwirklichung? Ich möchte mich wohl fühlen, gesund und glücklich sein! Ich selbst!

Darf ich das heutzutage überhaupt noch?

Diese Frage stelle ich mir mitlerweile ziemlich oft. Und muss lachen. Ich muss zugeben ich bin selbst eine Zeit lang zu einem Opfer dieses Schönheitskults geworden. Ich habe gedacht ich muss Abnehmen, ein Sixpack haben, ich darf keine Schokolade etc. essen und ich muss es schaffen mich endlich um mich selbst zu kümmern und gesund leben (Letztere beiden sind die einzigen Aspekte , bei denen das „muss“ geblieben und aus meiner Sicht gerechtfertigt ist.).
Und jedes mal, wenn ich nicht in der Lage war Sport zu machen oder die Waage keinen geringeren Wert angezeigt hat, habe ich mich unglaublich schlecht gefühlt. Ich war garnicht mehr in der Lage glücklich zu sein. Egal was ich gemacht habe, immerzu fragte ich mich: was würden die hübschen Menschen jetzt machen? Die Trainierten?

Und ich begann mich immer unwohler zu fühlen. Dachte ich wäre der hässlichste Mensch der Welt und habe immer mehr angefangen von der Meinung anderer abhängig zu werden. Ich brauchte in allem Bestätigung! Bin ich hübsch? Bin ich zu dick? Sieht man, dass ich abgenommen habe?
Meine Augen wurden geöffnet als ich folgende Antwort in einem sehr belustigen Tonfall auf die Frage hörte, ob eine gewisse Person in einer Beziehung sei: Nein?! Er/Sie ist Fett!

Sagt mal hallo? Geht es noch?! Ich könnte jedes Mal explodieren, wenn ich soetwas höre!

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Ich weiß nicht, ob ich mit dieser Meinung alleine da stehe, aber ich finde, nicht jeder ist dazu bestimmt, eine 90-60-90 Figur zu haben. Vor allem der Körperbau hindert viele daran! Viele Menschen sind einfach von Natur aus dünn, andere kräftigvgebaut. Und wieder andere haben von natur aus eine sportliche Figur.
Aber auch Krankheiten, oder einfach der Wille, KEINE 90-60-90 Proportionen zu besitzen sind Gründe! Vielen steht das auch einfach nicht! Wir sind doch nicht alle gleich! Und ich bin unglaublich dankbar dafür! Was wäre das bloß für eine Welt? Kennt ihr Zach Miko oder Ashley Graham? 2 wunderschöne Menschen, wie ich finde & mittlerweile sehr bekannte Plus-Size Models. Ich bin ein großer Fan von beiden. Ashley ist Anfang des Jahres u.a. dadurch sehr bekannt geworden, dass sie das Coer der Sports Illustrated zieren durfte. Auf Instagram (@theashleygraham) schrieb sie: „Ich bin wirklich sprachlos! Dieses Cover ist für jede Frau, die sich aufgrund ihres Körpers/ihrer Körperfülle nicht schön gefühlt hat. […]“. HAMMER! Die Message, die dieser neue Trend sendet! Es ist scheiß egal, wie du aussiehst! Steh zu dir, du bist wunderschön, so, wie du bist! Und ich freue mich so über diesen Trend, der entgegen der letzten Jahre zeigt: Gesund leben? Ja! Six pack? Nein! Und ich könnte mir sowohl Ashley, als auch Zach nicht in schlank vorstellen! Ich als Frau beneide Ashley. Um ihre Stärke, ihr Selbstbewusstsein. Eine wunderschöne, starke Frau.

Doch was ist mit der anderen Seite? Was ist mit den Frauen, die Tag täglich vorgeworfen bekommen, Magersüchtige zu sein? Ich selbst kenne solche Frauen. Frauen, die schon immer extrem schlank waren. Sie können Essen, soviel sie wollen und nehmen nicht zu. Manche sind glücklich damit, andere nicht. Doch was ich weiß ist, dass sie es nicht mögen, aufgrund ihrer Figur abgestempelt zu werden. Als magersüchtig wahrgenommen zu werden oder ähnliches.
Zwei Extreme, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch Fakt ist, dass es niemand mag, aufgrund seiner Figur diskriminiert zu werden!

Mädels? Steht zu euch!

Jeder sollte an sich arbeiten, Tag für Tag. Um das für sich passende Ideal zu finden. Um den Respekt vor anderen zu lernen. Um sich selbst zu finden – physisch und psychisch. Den Körper finden, in dem er sich selbst am wohlsten fühlt. Um die Ideale der anderen zu akzeptieren.
Und, um sich NICHT von den Medien BEEINFLUSSEN zu lassen.

Du MUSST nicht, du KANNST, wenn du WILLST! Das sollten wir alle verinnerlichen.

Ich für meinen Teil, hatte immer das Ziel, fitter zu werden; schon vor diesem großen Fitnesswahn. Einfach, weil ich mich so am wohlsten fühle. Nicht mit einer 90-60-90 Figur, die ich schon von meinem Körperbau her wohl nie erreichen könnte. Sondern einfach fitter und gesünder.
Ich habe auch ein Ziel. Ich fühle mich bereits wohl in meinem Körper, doch ich arbeite tagtäglich an mir.
Ich bin eher der schlanke Typ. Nein nicht dünn, aber schlank. Auf 1.65m kommen zur Zeit ca. 55kg. Ich bin ein Durchschnittstyp. Ich habe nicht das strahlendste Lächeln, die atemberaubendsten Haare oder ein engelsgleiches Gesicht – nein, ganz bestimmt nicht, seit meiner Geburt ziert meine linke Schläfe eine Beule. So bin ich einfach. Zugegeben vor einigen Jahren war ich noch übergewichtig – ungesunder Ernährung sei Dank.
Meine Leibspeise ist immernoch Schokolade. Doch ich habe neue Ziele.
Gesunde Ernährung und Sport. Warum? Weil ich Gesund und Fit sein möchte, um mein Leben so zu leben, wie ich gerne möchte. Ich möchte mich wohl fühlen und glücklich sein; daran arbeite ich Tag für Tag. 🙂

Zwar Rede ich hier aus Sicht einer Frau, doch ich denke, es kann auf beide Geschlechter bezogen werden.
Wir sind alle Menschen. Wir werden alle als Individuen geboren und wir sind alle schön. Es gibt kein universelles Schönheitsideal. Dick, dünn, groß, klein…. Wir selbst. Ich denke ein Ziel sollten wir jedoch alle haben: auf unsere Gesundheit achten und mit uns selbst im Reinen sein.

Das ist mein Ziel, meine Motivation, meine Meinung.

Und wie siehts mit dir aus?

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