Vertrauen.

Tief im Innern hatte ich immernoch Zweifel. Ich wollte ihnen Glauben schenken – Ruhe finden.
Es hätte alles so einfach sein können, hätte ich meine Gefühle nicht ständig verdrängt, weil ich sie als falsch deklariert habe.
Gefühle sind nie falsch, es dauert nur manchmal zu erkennen, was wir wirklich fühlen.
Ich habe mich nie getraut, wirklich zu sagen, was ich fühle. Habe immer um den heißen Brei herum geredet.
Bis jetzt.
Mitten im Gespräch mit meinem besten Freund hatte ich das Gefühl, dass in mir ein Knoten geplatzt ist. Auf einmal war ich ich. „Glaubst du, dass ich einfach aufstehe und gehe?“ hatte er gefragt. Ich erinnere mich nicht an jedes Detail des Gesprächs und das ist auch garnicht nötig. Aber diese Frage ist bei mir hängen geblieben.
Ich habe den Kopf geschüttelt und langsam ist mir klar geworden, dass ich bei ihm vor nichts Angst haben muss und gleichzeitig habe ich mich gewundert, dass ich doch tatsächlich Angst gehabt hatte.
Ich konnte ihm nicht viel sagen auch wenn ich wollte, doch am Ende war auf einmal eine Ruhe in meinem Herzen, wie ich sie lange nicht mehr hatte und ich weinte nicht mehr, weil ich mit meinen Gefühlen und Gedanken überfordert war – Ich weinte, weil ich unendlich dankbar war.
Für den Moment war alles gesagt.
Am Ende schaute ich in seine Augen. Ich schaute ihn an und musste Lächeln. Ich weiß nicht, ob sich dieses Lächeln auch auf meinen Lippen abgezeichnet hat, doch in meinem Inneren begann sich mein Scherbenhaufen wieder zusammenzusetzen. Alles begann wieder Sinn zu ergeben.
Er konnte nicht genau wissen, was in meinem Kopf vor sich ging. Und ohne dass er es wissen konnte, traf er mit einer Aussage genau in Schwarze und nahm mir so den Grund für viele meiner traurigen Gedanken.

Ich bin nicht gänzlich ohne Zweifel, doch ich beginne zu verstehen.
Und ich erlaube mir selbst, glücklich zu sein.

Eins habe ich endgültig verstanden:
Ich bin deine Freundin und du hast mich lieb – genau, wie ich dich.

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