Einer dieser Tage

“ Ich brauche dich, so wie du bist. Dein Lachen, dein Lächeln. Deine Umarmung. Aber du hast nie Zeit für mich. „

Jeder hat sein eigenes Leben. Macht die Dinge die ihm gefallen und pflichtbewusst auch jene, die ihm nicht gefallen, jedoch gemacht werden müssen. Das ist, was jeder akzeptieren muss, was aber nicht immer leicht fällt. Es gibt einen Menschen, mit dem ich unglaublich gern etwas unternehme. Und unternehmen möchte. Jemand, von dem ich mir wünsche, dass er mich besser kennenlernt und einen etwas anderen Eindruck von mir bekommt. Doch Zeit hat er nie. Wobei, das ist nicht ganz richtig. Er hat Zeit – doch nicht für mich. So kommt es mir zumindest vor. Jedes mal wenn ich an diese Person denke, tut mein Herz weh und meine Gedanken bringen mich innerlich um. Und jedes mal ist jemand bei ihm und ich wünschte, ich wäre an seiner Stelle.  Eifersucht.

„Eifersucht ist die Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft“

So kommt es mir zumindest vor.
Ich war nie ein eifersüchtiger Mensch. War immer die Person, die sich für andere gefreut und sich nicht getraut hat, ihre Wünsche zu äußern. Ich glaube das wird mir nun zum Verhängnis.
Ich liebe diese Person über alles, stelle mir die schönsten Aktivitäten vor, wie wir vor lachend auf dem Bett liegen und uns nicht mehr einkriegen. Ich denke ein paar Monate zurück, an eine Zeit die mir gleichzeitig ein Lächeln und ein verkrampftes Herz beschert.
Meine einzigen Gedanken sind, dass ich dieser Person auf den Nerv gehe, sie an jemanden „verloren“ habe. Nicht wichtig für diesen Jemand bin und er auch nicht gewillt ist, etwas mit mir zu unternehmen, weil ich nicht so bin wie der andere. Weil ich bin, wie ich bin. Aber bin ich denn so?
Wenn es nach mir ginge würde ich mich jedes mal spontan ins Auto setzen und hinfahren, wenn ich an diesen Jemand denke. Aber ich glaube, das will er garnicht.
Im Grunde frage ich mich, ob ich alle verloren habe, die ich liebe. Mich spontan besuchen? Auf diese Idee kommt nie jemand. Aber mich mal gepflegt vergessen zu fragen? Keine Seltenheit. Ich habe mich nicht in diesen Menschen getäuscht, nur habe ich es geschafft, sie in mir zu täuschen.

Und so liege ich im Bett, traurig und in gewisser Weise verzweifelt, auf der Suche nach dem „warum“. Wenn es denn eins gibt. Das “ warum“ als Antwort auf so viele Fragen, unwissend ob sie es Wert sind beantwortet zu werden, oder wieder mal nur eins meiner Hirngespinste.
Doch am schlimmsten finde ich die Tatsache eifersüchtig geworden zu sein. Menschen zu beneiden, die haben, was ich nicht habe, mir aber sehnlichst wünsche. Man kann nicht immer das haben, was man möchte. Vielleicht hat man ja auch schon mehr, als man denkt.

Und doch weiß ich: ich liebe und brauche dich, weil du so bist, wie du bist und ich wünschte mich öfter ins auto setzen zu dürfen, um Zeit mit dir zu verbringen. Denn du bist die Person, bei der ich mich, egal was ist, wohl fühle. Bei der ich mich zu Hause fühle. Mit der ich befreundet sein will. Als ob ich einen dritten großen Bruder hätte. Oder doch eine Schwester?

#nachdenklich ©Franzi

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